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Notarkosten-Rechner NRW
Kaufpreis und Darlehen eingeben – sofort sehen, was Notar und Grundbuchamt beim Hauskauf kosten.
Das Wichtigste in Kürze
Bei 350.000 € Kaufpreis mit Finanzierung kosten Notar und Grundbuchamt zusammen rund 4.800 € – das sind 1,37 % des Kaufpreises, nicht die oft genannten 2 %. Die Gebührentabelle des GNotKG ist degressiv: Je höher der Kaufpreis, desto kleiner der Prozentsatz. Der Rechner zeigt jede Gebühr einzeln mit ihrer Nummer im Kostenverzeichnis.
Vier Beispiele: Notar und Grundbuch nach Kaufpreis
Gerechnet nach dem GNotKG für typische Kaufpreise in Hagen und dem Märkischen Kreis, jeweils mit einer Grundschuld über 80 % des Kaufpreises. Beachten Sie die letzte Spalte: Der Prozentsatzsinkt mit steigendem Kaufpreis, weil die Gebührentabelle degressiv aufgebaut ist. Wer pauschal mit 2 % rechnet, plant bei 500.000 € fast 3.500 € zu viel ein.
| Kaufpreis | Notar (mit USt) | Grundbuchamt | zusammen | vom Kaufpreis |
|---|---|---|---|---|
| 250.000 € | 2.469 € | 1.238 € | 3.707 € | 1,48 % |
| 350.000 € | 3.183 € | 1.613 € | 4.796 € | 1,37 % |
| 500.000 € | 4.314 € | 2.188 € | 6.501 € | 1,30 % |
| 750.000 € | 6.111 € | 3.098 € | 9.208 € | 1,23 % |
Ohne Finanzierung fällt die Rechnung deutlich kleiner aus, weil Beurkundung und Eintragung der Grundschuld entfallen: bei 350.000 € Kaufpreis rund 3.170 € statt 4.800 €. Tragen Sie im Rechner oben einfach 0 als Grundschuld ein.
Was in der Notarrechnung steht
Notargebühren richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz und hängen allein vom Geschäftswert ab – in der Regel dem Kaufpreis. Ein Notar in Hagen kostet also genauso viel wie einer in München. Die Rechnung setzt sich aus diesen Positionen zusammen:
| Position | Wer berechnet | Worum es geht |
|---|---|---|
| Beurkundung des Kaufvertrags | Notar | Die größte Position. Bemessungsgrundlage ist der Kaufpreis. |
| Vollzug | Notar | Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt, Vorkaufsrechtsverzicht der Gemeinde, Löschungsbewilligungen alter Grundschulden. |
| Betreuung bis zur Eigentumsumschreibung | Notar | Überwachung der Kaufpreiszahlung und der Eintragung im Grundbuch. |
| Auflassungsvormerkung und Eigentumsumschreibung | Grundbuchamt | Sichert Ihren Anspruch ab, bis Sie als Eigentümer eingetragen sind. |
| Bestellung und Eintragung der Grundschuld | Notar und Grundbuchamt | Nur bei Finanzierung. Bemessungsgrundlage ist die Darlehenssumme, nicht der Kaufpreis. |
Der Notar ist nur ein Teil der Nebenkosten. Die Grunderwerbsteuer (6,5 % in NRW) und die Maklerprovision kommen dazu – zusammen zwischen 8,5 und 11,6 % des Kaufpreises. Alle Posten in einer Rechnung, mit vier Beispielrechnungen, zeigt unser Ratgeber zu den Kaufnebenkosten in NRW. Und wenn die Nebenkosten das Eigenkapital übersteigen: Kaufnebenkosten mitfinanzieren – wann das geht.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu den Notarkosten
Wie hoch sind die Notarkosten beim Hauskauf in NRW?
Bei 350.000 € Kaufpreis und 280.000 € Grundschuld rund 4.800 € – davon etwa 3.180 € Notar (einschließlich 19 % Umsatzsteuer) und 1.610 € Grundbuchamt. Das sind 1,37 % des Kaufpreises. Die oft genannten 2 % treffen nur bei kleinen Kaufpreisen zu: Die Gebührentabelle des GNotKG ist degressiv, deshalb sinkt die Quote von rund 1,7 % bei 150.000 € auf etwa 1,2 % bei einer Million. Ohne Finanzierung wird es deutlich günstiger, weil Beurkundung und Eintragung der Grundschuld entfallen. Die Sätze gelten bundesweit – NRW ist beim Notar nicht teurer, nur bei der Grunderwerbsteuer.
Wer zahlt den Notar beim Hauskauf?
In der Regel der Käufer – er trägt Beurkundung, Vollzug, Grundbuch und die Grundschuldbestellung für seine Finanzierung. Der Verkäufer zahlt nur, was seine Seite betrifft, etwa die Löschung einer alten Grundschuld. Das steht so im Kaufvertrag.
Kann man bei den Notarkosten sparen oder verhandeln?
Nein. Notare dürfen ihre Gebühren weder erhöhen noch nachlassen – das Gesetz verbietet beides. Sparen lässt sich beim Immobilienkauf nur die Maklerprovision, nicht der Notar. Was Sie beeinflussen können: Eine niedrigere Grundschuld senkt die Gebühren für deren Bestellung und Eintragung.
Was kostet die Grundschuldeintragung?
Sie bemisst sich nach der Darlehenssumme, nicht nach dem Kaufpreis, und fällt für Notar und Grundbuchamt an. Bei 250.000 € Grundschuld sind das für die notarielle Beurkundung einige hundert Euro; das Grundbuchamt berechnet für die Eintragung noch einmal eine Gebühr in ähnlicher Höhe.
Fallen Notarkosten auch beim Kauf von privat an?
Ja, in voller Höhe. Die Beurkundung ist gesetzlich vorgeschrieben, ob mit oder ohne Makler. Ohne Makler entfällt nur die Provision – Notar, Grundbuch und Grunderwerbsteuer bleiben.
Ist ein Notaranderkonto nötig?
Meist nicht. In den meisten Fällen wird der Kaufpreis heute direkt gezahlt, sobald der Notar die Fälligkeit bestätigt. Ein Anderkonto kostet zusätzliche Gebühren und ist die Ausnahme – etwa wenn eine Immobilie schon vor der Umschreibung übergeben werden soll.
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