Lexikon · Objekt & Wertermittlung
Beleihungsauslauf – einfach erklärt
Verhältnis von Darlehenssumme zum Immobilienwert – ein zentraler Zinsfaktor.
Was ist Beleihungsauslauf?
Der Beleihungsauslauf gibt an, welcher Anteil des Immobilienwerts über das Darlehen finanziert wird. Wer 80 Prozent des Werts als Darlehen aufnimmt, hat einen Beleihungsauslauf von 80 Prozent.
Einfach erklärt an einem Zahlenbeispiel: Eine Wohnung kostet 250.000 €, Sie bringen 50.000 € Eigenkapital mit und leihen sich 200.000 € von der Bank. Dann gilt: 200.000 € geteilt durch 250.000 € = 0,8 – also 80 Prozent Beleihungsauslauf. Die Zahl beantwortet aus Sicht der Bank eine simple Frage: Wie viel vom Wert der Immobilie steckt im Kredit? Je kleiner dieser Anteil, desto entspannter ist die Bank – und desto günstiger Ihr Zins.
Je niedriger der Auslauf, desto geringer das Risiko der Bank – und desto besser der Zins. Mehr Eigenkapital senkt den Beleihungsauslauf und kann die Konditionen spürbar verbessern.
Was heißt das für Ihre Finanzierung?
Beispiel: Banken arbeiten mit Schwellen – häufig bei 60 %, 80 % und 90 % Beleihungsauslauf. Schaffen Sie es durch etwas mehr Eigenkapital unter die nächste Schwelle, springt der Zins oft hörbar nach unten. Es kann sich also lohnen, gezielt z. B. von 81 % auf 79 % zu kommen.
Für Hagen konkret
- Wie Ihr Eigenkapital den Beleihungsauslauf und damit den Zins senkt, rechnen wir bei der Baufinanzierung mit R&G
- Womit Sie Ihr Eigenkapital gegenüber der Bank belegen, zeigt die Checkliste Unterlagen für die Baufinanzierung
- Für Kapitalanleger lohnt zusätzlich der Blick auf den Hebeleffekt – mehr dazu im Ratgeber Hebeleffekt bei Immobilien
Auch bekannt als: Beleihungsgrenze, Loan-to-Value
Häufige Fragen
- Ab welchem Beleihungsauslauf wird es günstig?
- Banken bessern die Konditionen meist stufenweise – typische Schwellen liegen bei 80 % und 60 %. Schon wenig zusätzliches Eigenkapital, das Sie unter eine Schwelle bringt, kann den Zins senken.
- Wie berechne ich den Beleihungsauslauf?
- Darlehenssumme geteilt durch den Beleihungswert (bzw. Kaufpreis), mal 100. Beispiel: 240.000 € Darlehen bei 300.000 € Wert ergeben einen Beleihungsauslauf von 80 %. Je niedriger der Wert, desto geringer das Risiko der Bank – und desto besser Ihr Zins.
- Was bedeutet ein Beleihungsauslauf von 100 Prozent?
- Dass der komplette Immobilienwert über das Darlehen finanziert wird – Sie bringen also kein Eigenkapital für den Kaufpreis ein. Solche Vollfinanzierungen sind möglich, kosten aber einen deutlichen Zinsaufschlag, weil das Risiko der Bank steigt. Die Kaufnebenkosten sollten Sie auch dann aus eigenen Mitteln zahlen.
Sie planen den Kauf oder die Finanzierung einer Immobilie? Wir begleiten Sie bei Ihrer Baufinanzierung in Hagen und dem Märkischen Kreis – von der ersten Einschätzung bis zur verbindlichen Zusage. Am schnellsten klären wir Ihre Fragen in einem unverbindlichen Beratungsgespräch.
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