Rechner
Mieten oder kaufen?
Der Vermögensvergleich mit echten NRW-Kaufnebenkosten und aktuellem Zins.
Das Wichtigste in Kürze
Ob Mieten oder Kaufen mehr Vermögen bringt, entscheiden vor allem die Miete einer vergleichbaren Wohnung und die Rendite, die der Mieter wirklich erzielt. Bei 300.000 € Kaufpreis, 75.000 € Eigenkapital, 4,54 % Zins, 1.000 € Miete und 4 % Rendite liegen beide nach 30 Jahren fast gleichauf (Mieten + 3.940 €). Bei 1.200 € Miete gewinnt das Kaufen deutlich.
Die Kaufnebenkosten im Einzelnen zeigt der Kaufnebenkosten-Rechner NRW, die tragbare Rate die Haushaltsrechnung.
Es kommt auf zwei Zahlen an
Vorsprung des Kaufens nach 30 Jahren – 300.000 € Kaufpreis, 75.000 € Eigenkapital, 4,54 % Zins, 2 % Tilgung, 1 % Instandhaltung, 1,5 % Wertsteigerung und 2 % Mietsteigerung im Jahr. Negative Werte: Mieten liegt vorn.
| Rendite der Geldanlage | Miete 900 € | Miete 1.000 € | Miete 1.100 € | Miete 1.200 € |
|---|---|---|---|---|
| 3 % | +36 T€ | +111 T€ | +186 T€ | +261 T€ |
| 4 % | −91 T€ | −4 T€ | +84 T€ | +171 T€ |
| 5 % | −255 T€ | −152 T€ | −49 T€ | +53 T€ |
| 6 % | −463 T€ | −342 T€ | −221 T€ | −100 T€ |
Ein Prozentpunkt mehr Rendite verschiebt das Ergebnis um mehr als 100.000 €, 100 € mehr Miete im Monat je nach Rendite um 75.000 bis 100.000 €. Wer rechnet, sollte deshalb mehrere Varianten durchspielen – und die Miete einer wirklich vergleichbaren Wohnung ansetzen.
Was die Zahlen nicht zeigen
Der Vergleich unterstellt, dass der Mieter jeden gesparten Euro über Jahrzehnte konsequent anlegt. In der Praxis gelingt das vielen nicht – die Tilgung eines Darlehens ist dagegen ein Zwangssparplan. Umgekehrt bindet Eigentum: Ein Umzug kostet beim Kauf schnell fünfstellige Nebenkosten. Dazu kommen Dinge, die sich nicht in Euro rechnen lassen – Gestaltungsfreiheit, Sicherheit vor Eigenbedarfskündigung, Mietfreiheit im Alter.
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Häufige Fragen
Häufige Fragen: mieten oder kaufen?
Ist Mieten oder Kaufen günstiger?
Das hängt vor allem an zwei Zahlen: wie hoch die Miete einer vergleichbaren Wohnung ist und welche Rendite ein Mieter mit seinem Eigenkapital und der gesparten Differenz wirklich erzielt. Ist die Miete im Verhältnis zum Kaufpreis hoch, gewinnt meist das Kaufen; legt der Mieter diszipliniert und renditestark an, kann das Mieten vorn liegen. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt, wie stark sich das Ergebnis verschiebt.
Was ist der Kaufpreisfaktor?
Kaufpreis geteilt durch die Jahreskaltmiete einer vergleichbaren Wohnung. Bei 300.000 € und 1.000 € Monatsmiete ist das das 25-Fache. Je niedriger der Faktor, desto eher lohnt sich der Kauf. Wo die Grenze liegt, hängt vor allem vom Zins und von den Nebenkosten ab – deshalb rechnet der Rechner beides mit.
Welche Kaufnebenkosten fallen in NRW an?
Grunderwerbsteuer 6,5 %, Notar und Grundbuch nach Gebührentabelle (bei 300.000 € mit Grundschuld rund 1,5 %) und, beim Kauf über einen Makler, 3,57 % Käuferanteil. Bei 300.000 € sind das zusammen rund 34.600 €. Diese Kosten sind sofort weg – deshalb braucht Kaufen Zeit, um sich zu rechnen.
Warum rechnet der Rechner mit gleichem Monatsbudget?
Weil der Vergleich sonst schief wird. Wer kauft, zahlt meist anfangs mehr als die Miete. Damit beide Seiten fair verglichen werden, legt der Mieter die Differenz an – und umgekehrt der Käufer, sobald seine Kosten unter der dann gestiegenen Miete liegen. Das Eigenkapital legt der Mieter von Anfang an an.
Welche Rendite sollte ich für die Geldanlage ansetzen?
Eine, die Sie nach Kosten und Steuern realistisch erreichen und über Jahrzehnte durchhalten. Kapitalerträge sind steuerpflichtig, die Wertsteigerung der selbst bewohnten Immobilie nicht. Rechnen Sie mehrere Werte durch – das Ergebnis reagiert darauf stärker als auf alles andere.
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