
Hagen · Ausgabe 1 · 1. Halbjahr 2026
Der Immobilienmarktbericht für Hagen
470 Millionen Euro: Hagens Immobilienmarkt dreht
Wohnungen +10 %, Bauland +12 %
Was Käufer, Verkäufer und Investoren jetzt wissen müssen – mit amtlichen Zahlen, ehrlicher Einordnung und Daten, die es nur hier gibt.
- Platz 4 der renditestärksten Städte Deutschlands
- 250 Investoren im Stammtisch
- Der Hagen-Pakt
- Zehn Stadtteile im Vergleich

Herausgegeben von Marc Günther, Geschäftsführer der R&G Wirtschaftskanzlei GmbH, Hagen
In dieser Ausgabe
Was drin steht
Der R&G Immobilienmarktbericht Hagen für das 1. Halbjahr 2026: Preise, Mieten, Faktoren und Renditen je Stadtteil – plus exklusive Zahlen aus 250 Investoren-Erfahrungen und der eigenen Vermarktungs- und Baufinanzierungspraxis.
- 01Hallo, Hagen!Warum es diesen Bericht gibt – und wie er entsteht
- 02Das Wichtigste in 60 SekundenVier Zahlen, eine Einordnung, die Investoren-Umfrage
- 03Hagen dreht – aber nicht überall gleich1.218 Kaufverträge, 470 Millionen Euro und was darunter steckt
- 04Der Markt in ZahlenWo gehandelt wird und was die Haustypen gekostet haben
- 05Für Eigentümer: Was ist meine Immobilie wert?Warum das Fenster gerade offen steht
- 06Für Eigennutzer: Was kostet mich das im Monat?Die Monatsrate, ehrlich gerechnet
- 07Was die Banken jetzt wirklich prüfenBeleihungsauslauf, Eigenkapital und die echten Konditionen
- 08Neue Heizung? Erst rechnen, dann tauschenWas Pflicht ist, was es kostet, was Sie zurückbekommen
- 09Der Hagen-Pakt80 Millionen Euro – und wer sie tatsächlich abrufen kann
- 10Rechnet sich Hagen?Faktoren, Renditen und ein eigenes Objekt offen gerechnet
- 11Wo Hagen was kostetAmtliche Richtwerte je Ortsteil und die Mikrolage
- 12Der ImmobilienstammtischRund 250 Investoren, monatlich am Hengsteysee
- 13Nach der Flut: Wer noch Schutz bekommtGastbeitrag der R&G Versicherungsmakler GmbH
- 14Wie die Zahlen in echt aussehenObjekte aus unserer Vermarktung, in den Bericht eingeordnet
- 15Impressum, Quellen und MethodikWoher die Zahlen kommen und wie wir rechnen
Herausgegeben von Marc Günther, Geschäftsführer der R&G Wirtschaftskanzlei GmbH, Hagen · Veröffentlicht am 5. September 2026 · Datenstand 5. September 2026
Hallo, Hagen!
Warum es diesen Bericht überhaupt gibt.
Der Gutachterausschuss liefert die Statistik. Was er nicht liefert, ist die Antwort auf die Frage, die Sie tatsächlich haben: Was heißt das für meine Entscheidung – heute?
Der Gutachterausschuss der Stadt Hagen veröffentlicht jedes Frühjahr die amtliche Statistik über das abgelaufene Jahr – eine hervorragende, kostenlose Quelle, auf der auch dieser Bericht aufbaut. Was die Statistik nicht beantwortet: Was bedeuten die Zahlen für Ihre Entscheidung heute? Genau dafür gibt es diesen Bericht. Wir übersetzen die amtlichen Daten in Kauf-, Verkaufs- und Investitionsentscheidungen – und ergänzen sie um Zahlen, die es sonst nirgendwo gibt: die Investoren-Umfrage aus unserem Immobilienstammtisch mit rund 250 Mitgliedern und die Kennzahlen aus unserer eigenen Vermarktungs- und Baufinanzierungspraxis in Hagen.
Vier Zahlen, eine Einordnung
Das Wichtigste in 60 Sekunden
470 Mio. €
Geldumsatz 2025 (+60 %)
Der höchste Geldumsatz seit mindestens zehn Jahren – allerdings getragen von 20 Großtransaktionen mit 37 % Anteil. Profis kaufen wieder in Hagen; der Häusermarkt in der Breite folgt erst langsam.
+10 %
Eigentumswohnungen 2025
Wohnungen sind das dynamischste Segment: Preisindex 130,7 – so hoch wie nie, dazu 22 % mehr Verkäufe. Wer den ETW-Kauf 2023/24 verschoben hat, zahlt heute spürbar mehr.
12,4-fach
Faktor Mehrfamilienhäuser
Der Vervielfältiger hat sich nach dem 2022er-Hoch (15,5) bei gut dem 12-Fachen stabilisiert. Bemerkenswert: Einfache Lagen kosten fast denselben Faktor wie mittlere – der Markt preist Lagerisiko kaum noch ein. Selektion schlägt Schnäppchenjagd.
358.000 €
Ø freistehendes Einfamilienhaus
Häuser sind mit +1 bis +4 % nahezu preisstabil – planbares Terrain für Eigennutzer. Was das im Monat kostet, rechnen wir in Teil A durch.

„Die 470 Millionen sind die Schlagzeile – die eigentliche Nachricht steckt darunter: Profis kaufen wieder, während Familien beim Haus fast unveränderte Preise vorfinden. Diese Schere bestimmt, was Sie jetzt tun sollten.“
Investoren-Umfrage · Endauswertung
Feldzeit 29.08.–05.09.2026
62 %
wollen zukaufen
52 %
bremst der Preis oder das fehlende Angebot
65 %
der Vermieter haben die Mieten erhöht
76 %
vermieten binnen vier Wochen neu
Anonyme Umfrage unter den rund 250 Teilnehmern des R&G Immobilienstammtischs. Alle Werte sind Prozentanteile der jeweils gültigen Antworten; die Bezugsgruppe steht an der Zahl.
Marktüberblick
Hagen dreht – aber nicht überall gleich.
Der Hagener Immobilienmarkt hat 2025 gedreht. 1.218 Kaufverträge bedeuten ein Plus von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr – nach dem Einbruch von 2023 (962 Verträge) ist das der zweite Anstieg in Folge, auch wenn das langjährige Mittel von rund 1.300 Verträgen noch nicht wieder erreicht ist. Der Geldumsatz sprang auf rund 470 Millionen Euro – der höchste Wert seit mindestens zehn Jahren und 60 Prozent mehr als 2024.
Ehrlicherweise gehört dazu: Diesen Rekord haben vor allem Großtransaktionen gemacht. Allein die 20 größten Kaufverträge – darunter der Verkauf der Papierfabrik in Boele-Kabel und der Rathausgalerie – stehen für rund 177 Millionen Euro und damit 37 Prozent des Gesamtumsatzes. Wer daraus einen flächendeckenden Boom abliest, liest falsch. Richtig ist: Professionelle Investoren kaufen wieder in Hagen – und in der Breite ziehen vor allem zwei Segmente an: Eigentumswohnungen (+10 Prozent Preis, +22 Prozent Verkäufe, Preisindex 130,7 – Höchststand) und Bauland (+12 Prozent). Häuser sind mit +1 Prozent (freistehend) bis +4 Prozent (Reihenhäuser und Doppelhaushälften) nahezu preisstabil.
Die Gegenprobe ohne die 20 Großdeals bestätigt die Wende: Erstens kennt die Stückzahl keinen Großdeal-Effekt – 1.218 Kaufverträge nach 1.110 im Vorjahr sind 10 Prozent mehr Käufe, bei Wohnungen sogar 22 Prozent mehr. Zweitens erreicht allein der Umsatz ohne die Top-20 (rund 293 Millionen Euro) fast den kompletten Vorjahresumsatz (294 Millionen). Und drittens steigen die Durchschnittspreise wieder in allen Wohnsegmenten – das freistehende Einfamilienhaus hat mit +1 Prozent (Index 102,8) erstmals das Tief von 2024 (100,3) hinter sich gelassen. Auch ohne Sondereffekt dreht der Markt also: mehr Käufe, wieder steigende Preise – nur eben moderat statt spektakulär.
Auf der Angebotsseite bleibt Hagen im Landesvergleich günstig: Wohnungen werden aktuell im Schnitt für rund 1.960 €/m² angeboten (NRW: rund 3.550 €/m²), Häuser für rund 2.700 €/m² (NRW: rund 3.100 €/m²). Gleichzeitig wird kaum noch gebaut: Seit 2024 wurde keine einzige neu errichtete Eigentumswohnung erstverkauft, und 2025 wechselten nur 37 Bauplätze den Eigentümer – rund die Hälfte davon in den Neubaugebieten Loheplatz (Emst) und Buschstraße (Helfe). Knappes Neubauangebot bei anziehender Nachfrage: Das ist der Rahmen, in dem sich alles Weitere in diesem Bericht abspielt.
Amtliche Kaufvertragsdaten 2025
Der Markt in Zahlen
Amtliche Kaufvertragsdaten des Vertragsjahres 2025. Keine Angebotspreise, keine Schätzungen: Das sind die Preise, die tatsächlich gezahlt wurden.
Wo in Hagen gehandelt wird: Die amtlichen Zahlen zeigen auch, in welchen Ortsteilen der Markt spielt (Kaufverträge und Geldumsatz 2025):
| Ortsteil | Kaufverträge | Geldumsatz | Trend |
|---|---|---|---|
| Innenstadt | 350 | 184,5 Mio. € | ++ |
| Hohenlimburg | 147 | 35,2 Mio. € | − |
| Eppenhausen | 128 | 28,3 Mio. € | + |
| Boele* | 126 | 76,1 Mio. € | ++ |
| Haspe | 120 | 36,8 Mio. € | − |
| Westerbauer | 76 | 21,8 Mio. € | + |
| Eckesey | 63 | 28,8 Mio. € | + |
*Boele enthält den Verkauf der Papierfabrik Boele-Kabel, einen der 20 Großdeals. Trend = Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr laut Gutachterausschuss. Die Kauf- und Mietpreise je Stadtteil folgen weiter unten in der Stadtteiltabelle.
Was die einzelnen Haustypen gekostet haben: Mittlere Kaufpreise 2025, mit der Zahl der ausgewerteten Kaufverträge – bei kleinen Fallzahlen ist der Mittelwert entsprechend beweglich.
| Haustyp | Fälle | Mittlerer Kaufpreis |
|---|---|---|
| Reihenmittelhaus | 48 | 270.000 € |
| Reihenendhaus | 33 | 294.000 € |
| Doppelhaushälfte | 59 | 300.000 € |
| Zweifamilienhaus, freistehend | 38 | 345.000 € |
| Einfamilienhaus, freistehend | 95 | 358.000 € |
| EFH mit Einliegerwohnung | 18 | 470.000 € |
Verkaufen
Was ist meine Immobilie wert?
Wenn Sie ohnehin über einen Verkauf nachdenken: Das Marktumfeld ist so gut wie seit 2022 nicht. Drei Zahlen erklären, warum.
Es wird wieder gekauft. 1.218 Kaufverträge im Jahr 2025 sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr – bei Eigentumswohnungen sogar 22 Prozent mehr. Der zweite Anstieg in Folge, nach dem Einbruch von 2023.
Kaum Konkurrenz durch Neubau. Seit 2024 wurde in Hagen keine einzige neu gebaute Eigentumswohnung erstverkauft, und 2025 wechselten nur 37 Bauplätze den Eigentümer. Wer heute in Hagen kaufen will, kauft im Bestand – es gibt schlicht nichts anderes.
Die Käufer stehen bereit. 62 Prozent der Investoren aus unserem Stammtisch wollen in den nächsten zwölf Monaten zukaufen; verkaufen wollen nur sieben Prozent. Auf jeden verkaufswilligen Investor kommen damit mehr als acht kaufwillige.
Die wichtigste Zahl dieses Kapitels
249.000 € bis 461.000 €
Zwischen diesen Werten lagen 2025 die mittleren 50 Prozent aller verkauften freistehenden Einfamilienhäuser in Hagen – bei einem Mittel von 358.000 Euro. Über 200.000 Euro Unterschied, entschieden durch Lage, Zustand, Grundriss und Energieklasse. Genau deshalb sagt Ihnen kein Stadtdurchschnitt und kein Online-Rechner, was Ihre Immobilie wert ist.
Kaufen
Was kostet mich das im Monat?
Die wichtigste Zahl zuerst: Ein freistehendes Einfamilienhaus kostete 2025 in Hagen im Schnitt 358.000 Euro (typisch: rund 150 m² Wohnfläche, rund 900 m² Grundstück). Eine Doppelhaushälfte lag im Schnitt bei 300.000 Euro, ein Reihenmittelhaus bei 270.000 Euro, ein Reihenendhaus bei 294.000 Euro. Die mittleren 50 Prozent der Verkäufe freistehender Häuser bewegten sich zwischen 249.000 und 461.000 Euro – Lage und Zustand entscheiden also über weit mehr als 100.000 Euro.
Was heißt das im Monat? Ein Rechenbeispiel: 358.000 Euro Kaufpreis plus rund 30.000 Euro Nebenkosten (Grunderwerbsteuer 6,5 Prozent, Notar und Grundbuch rund 2 Prozent). Wer die Nebenkosten und 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringt (zusammen rund 102.000 Euro), finanziert 286.000 Euro. Bei 4,24 Prozent Zins (zehn Jahre fest – die beste Kondition unserer aktuellen Spanne aus der eigenen Vermittlung; je nach Beleihungsauslauf und Bonität reicht sie bis 5,32 Prozent) und 2 Prozent Anfangstilgung sind das rund 1.487 Euro im Monat. Zum Vergleich: Dieselben 150 Quadratmeter zur aktuellen Angebotsmiete kosten rund 1.280 Euro kalt. Der Unterschied liegt bei rund 200 Euro – wobei beim Kauf von Anfang an knapp 480 Euro der Monatsrate in die eigene Tilgung fließen statt an den Vermieter. Beispielrechnung mit Durchschnittswerten; Ihre Kondition hängt von Objekt und Bonität ab.
Wer neu bauen will, braucht zuerst ein Grundstück – und genau da ist Hagen eng: Bauplätze für ein freistehendes Haus kosten je nach Lage 95.000 bis 220.000 Euro (Bodenwert im Mittel rund 280 €/m²), und die Bodenpreise sind 2025 um 12 Prozent gestiegen, nachdem sie drei Jahre stabil waren. Der Blick auf die Neubaugebiete zeigt, wie kurz die Liste geworden ist: Am Loheplatz (Emst) sind von sieben voll erschlossenen Grundstücken noch einzelne für Doppelhaushälften zu haben, an der Buschstraße (Helfe) sind von neun Grundstücken (404–578 m²) nur noch wenige verfügbar. Danach kommen genau zwei Gebiete: Kuhlen Hardt (Kuhlerkamp) startet im Herbst 2026 in die Vermarktung, Am Quambusch (Westerbauer, ehemaliger Sportplatz) folgt im Frühjahr 2027. Weitere Wohnbaugebiete sind weder geplant noch im Bebauungsplan-Verfahren – wer in Hagen neu bauen will, hat mit diesen beiden Gebieten auf absehbare Zeit die letzten planbaren Gelegenheiten. Für Eigentümer von Bestandshäusern und Bauplätzen ist das die beste Nachricht dieses Berichts.
Beim Bestandskauf gehört die Sanierung von Anfang an in die Rechnung: Die Baupreise sind binnen Jahresfrist um weitere gut 3 Prozent gestiegen und liegen rund 90 Prozent über dem Niveau von 2010. Ein günstig gekauftes, unsaniertes Haus ist deshalb nicht automatisch das bessere Geschäft – der amtliche Bericht bepreist den Unterschied konkret: Ein überwiegend modernisiertes Einfamilienhaus wird am Markt rund 35 Prozent höher gehandelt als ein nicht modernisiertes (Umrechnungsfaktor 1,20 gegenüber 0,89).
Neu in diesem Halbjahr: Hagen hat die kommunale Wärmeplanung beschlossen – und weil die Frist für Großstädte am 30. Juni 2026 ablief, gilt seitdem auch in Hagener Bestandsgebäuden die 65-Prozent-Regel des Gebäudeenergiegesetzes. Konkret: Bestehende Heizungen dürfen weiterlaufen und repariert werden, aber jede neu eingebaute Heizung muss zu 65 Prozent mit erneuerbarer Energie laufen – Wärmepumpe, Anschluss an ein Wärmenetz oder Hybridlösung. Wer ein Haus mit alter Öl- oder Gasheizung kauft, sollte den Tausch also von Anfang an mit einpreisen – und vorher in den Wärmeplan der Stadt schauen, ob für die Adresse perspektivisch Fernwärme vorgesehen ist. Beides gehört bei uns inzwischen in jede Kaufberatung.
Die gute Nachricht: Der Tausch ist förderfähig. Über die KfW-Heizungsförderung sind – je nach Einkommen, Tempo und Technik – Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, ergänzt um einen zinsgünstigen KfW-Ergänzungskredit; alternativ kommt der Steuerbonus nach § 35c EStG (20 Prozent der Sanierungskosten über drei Jahre) infrage – beides zusammen geht nicht, die Wahl gehört durchgerechnet. Dazu kommen die Landesprogramme der NRW.BANK. Was das konkret bedeutet (Fördersätze für Anträge seit der BEG-Reform zum 21.07.2026): Beim Standardfall Wärmepumpe im Einfamilienhaus (28.000 Euro förderfähige Kosten) sind das 12.880 Euro Zuschuss – 30 Prozent Grundförderung plus 16 Prozent Bonus für den Tausch der alten fossilen Heizung. Wichtig: Dieser Tempo-Bonus sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um vier Punkte – wer tauschen will, sollte nicht zu lange warten. Mit Einkommensbonus (gestaffelt: +40/+30/+10 Prozent bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 30.000/40.000/50.000 Euro) erreicht der Satz den Deckel von 70 Prozent: 19.600 Euro Zuschuss, 8.400 Euro Eigenanteil. Wer stattdessen den Steuerbonus wählt, holt bei 50.000 Euro Sanierungskosten 10.000 Euro direkt von der Steuerschuld zurück. Förderkonditionen ändern sich laufend – deshalb prüfen wir in der Finanzierungsberatung tagesaktuell mit, was zu Objekt und Einkommen passt, und rechnen den Heizungstausch in die Monatsrate ein, bevor Sie kaufen.
Und noch etwas ist neu – und wird in den Schlagzeilen fast nur als Investoren-Thema behandelt: der Hagen-Pakt 2026–2035 (ausführlich im eigenen Kapitel). Auch für Eigennutzer stecken darin drei konkrete Möglichkeiten. Erstens: In den Fokusraum-Quartieren – Altenhagen, Eckesey, Bahnhofsquartier, Wehringhausen, Haspe – fließen über zehn Jahre rund 80 Millionen Euro in Rückbau, Modernisierung und Infrastruktur. Dort sind die Einstiegspreise heute die niedrigsten der Stadt; wer dort oder am Rand dieser Viertel kauft, kauft die staatlich finanzierte Aufwertung mit. Zweitens: Gegen die verwahrloste Immobilie nebenan – bisher das größte unkalkulierbare Risiko beim Kauf in einfachen Lagen – gibt es erstmals ein echtes Instrument: Die Stadt geht mit Ordnungsrecht und Vorkaufsrechten vor, die HEG kauft Problemimmobilien zum Verkehrswert an und baut zurück. Das schützt den Wert der Häuser drumherum. Drittens, der Klassiker in Hagen: Wer ein Zwei- oder Mehrfamilienhaus kauft, selbst eine Wohnung bezieht und den Rest vermietet, kann für den vermieteten Teil die verbesserte Modernisierungsförderung nutzen – die Förderhöchstbeträge gibt es jetzt schon ab Effizienzhaus-70-Standard statt 55. Welche Kombination für Ihre Situation trägt, gehört in die Finanzierungsberatung (siehe nächstes Kapitel).
Beleihung, Eigenkapital, Konditionen
Was die Banken jetzt wirklich prüfen
Nur sechs Prozent der Investoren in unserer Umfrage nennen das Zinsniveau als größte Bremse – aber 20 Prozent die Finanzierung. Gemeint ist nicht der Zinssatz, sondern das Eigenkapital.
Der wichtigste Frühindikator für Bauzinsen ist die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Sie liegt aktuell bei 3,31 Prozent (Stand 21.08.2026) und hat sich in den letzten drei Monaten in einer Spanne von 2,93 bis 3,33 Prozent seitwärts mit leichtem Aufwärtsdruck bewegt – Bauzinsen folgen diesem Kapitalmarktzins mit einer bank- und objektabhängigen Marge. Für zehnjährige Zinsbindungen heißt das im August 2026: Portale und Vermittler werben mit Bestkonditionen ab etwa 3,3 bis 3,6 Prozent – die gelten für niedrige Beleihungsausläufe und Top-Bonität. In der realen Finanzierungspraxis, mit normalen Eigenkapitalquoten, liegen zehnjährige Zinsbindungen aktuell um und über 4 Prozent. Genau deshalb lohnt der Vergleich: Zwischen Schaufenster- und Realkondition liegt oft mehr als ein halber Prozentpunkt.
Was heißt das praktisch? Erstens: Auf schnell fallende Zinsen zu warten, hat derzeit wenig Grundlage – wer ein konkretes Objekt hat, nutzt Rücksetzer innerhalb der Spanne für den Abschluss, statt auf die große Wende zu spekulieren. Zweitens: Die Unterschiede zwischen den Banken sind oft größer als die Zinsbewegung einer ganzen Woche – deshalb vergleichen wir für jedes Vorhaben die Konditionen von über 400 Banken. Drittens: Wessen Zinsbindung in den nächsten ein bis drei Jahren endet, sollte jetzt rechnen – viele Anschlussfinanzierungen aus der Niedrigzinszeit springen von rund 1 auf über 3 Prozent, und ein Forward-Darlehen kann das heutige Niveau sichern. Was ein halber Prozentpunkt konkret ausmacht, können Sie hier selbst durchspielen:
Was kostet Sie ein Zinsunterschied in 10 Jahren?
Regler bewegen oder Werte direkt eintragen — gerechnet wird mit gleicher Monatsrate für beide Angebote (Annuitätendarlehen, 2 % Anfangstilgung).
Nachteil des teureren Angebots nach 10 Jahren(Monatsrate beider Varianten: 1.375 €)
9.791 € höhere Restschuld
Sie zahlen 10 Jahre lang exakt dieselben Raten — beim teureren Angebot fließen davon aber 9.791 € zusätzlich in Zinsen statt in die Tilgung. Genau dieser Betrag steht am Ende der Zinsbindung als Mehrschuld im Raum.
Vereinfachte Modellrechnung ohne Gebühren, Sondertilgungen und Tilgungssatzwechsel — sie zeigt die Größenordnung, ersetzt aber kein konkretes Angebot.
Was die Banken 2026 wirklich prüfen
Der Zinssatz ist nur die halbe Geschichte. Woran Finanzierungen derzeit tatsächlich scheitern, sehen wir jeden Tag in der eigenen Vermittlung – fünf Hürden, die vor dem Kaufvertrag geklärt sein sollten:
- 110-Prozent-Finanzierungen sind praktisch vorbei. Kaufpreis plus Nebenkosten komplett über die Bank bekommen heute nur noch wenige Konstellationen dargestellt. Die Häuser verlangen zunehmend mehr Eigenkapital – mindestens aber die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln.
- Schwache Energieklasse? Dann will die Bank einen Plan. Bei schlechter Effizienzklasse fordern Banken häufig ein Sanierungskonzept, das die GEG-Anforderungen erfüllt. Die Finanzierung hängt dann nicht mehr nur am Objekt, sondern an einem belastbaren Sanierungsfahrplan.
- Die Stressannuität entscheidet – besonders bei Portfolios. Banken rechnen die Tragfähigkeit mit kalkulatorisch deutlich höheren Zinsen als vereinbart. Wer mehrere Objekte hält, dessen gesamter Bestand wird so durchgerechnet: Eine schwache Einheit kann den nächsten Ankauf blockieren.
- Längere Bearbeitungszeiten durch Immobilienrating. Bestandsobjekte müssen intern geratet werden, bevor eine Zusage kommt. Wer mit einer schnellen Finanzierungsbestätigung plant – etwa für ein Bieterverfahren –, braucht heute deutlich mehr Vorlauf.
- Beleihungswert ist nicht Marktwert. Die stärkste Bremse in der Praxis: Banken setzen für den Beleihungswert eigene Sicherheitsabschläge an, er fällt regelmäßig spürbar niedriger aus als der Marktwert. Die Differenz muss mit Eigenkapital geschlossen werden.
Praktisch heißt das: Klären Sie die Finanzierung, bevor Sie bieten – nicht danach. Energieausweis, Sanierungsstand und eine ehrliche Eigenkapitalrechnung gehören auf den Tisch, bevor der Notartermin steht. Und vergleichen Sie: Was die eine Bank ablehnt, rechnet die nächste durch.
Der Beleihungsauslauf – die Schwelle, die den Zins macht
Der Zins hängt an der Beleihung. Was viele überrascht: Der Beleihungsauslauf ist das Darlehen geteilt durch den Beleihungswert – nicht durch den Kaufpreis. Banken staffeln ihre Konditionen an festen Schwellen, üblicherweise bei 60, 80 und 90 Prozent. Ein kleiner Sprung über eine dieser Schwellen kostet Zehntelprozentpunkte über die gesamte Zinsbindung; manchmal genügt ein vierstelliger Betrag zusätzliches Eigenkapital, um darunter zu bleiben.
Wie groß dieser Effekt ist, zeigen unsere realen Konditionsspannen aus der Vermittlung (Stand KW 36/2026, keine Zinszusage – bonitäts- und objektabhängig):
| Zinsbindung | Spanne |
|---|---|
| 10 Jahre | 4,24 % – 5,32 % |
| 15 Jahre | 4,48 % – 5,48 % |
| 20 Jahre | 4,61 % – 5,53 % |
Zwischen dem besten und dem schwächsten Angebot derselben Zinsbindung liegt gut ein Prozentpunkt – mehr, als sich der Zins in diesem Jahr insgesamt bewegt hat. Diesen Unterschied verhandeln Sie nicht, den bringen Sie mit: über Eigenkapital, über die Objektbewertung und über die Wahl der Bank. Die tagesaktuellen Werte pflegen wir wöchentlich auf meinerg.de/baufinanzierung/bauzinsen.
Speziell für Hagen kommt die Förderung dazu: Über die Wohnraumförderung des Landes (NRW.BANK) sind für selbstgenutztes Eigentum zinsgünstige Darlehen mit Tilgungsnachlässen möglich – und der Hagen-Pakt erweitert die Modernisierungsförderung im Bestand spürbar (bis zu 50 Prozent Tilgungsnachlass auf Standortaufbereitungskosten, Höchstbeträge schon ab Effizienzhaus-70-Standard). Ob und wie sich das mit einer klassischen Finanzierung kombinieren lässt, prüfen wir im Beratungsgespräch mit.
Welche Förderung Sie wofür bekommen
Neue Heizung? Erst rechnen, dann tauschen.
Stand September 2026. Alle Anträge müssen vor Vorhabensbeginn gestellt werden; beim Kauf gilt bereits der notarielle Kaufvertrag als Beginn.
| Programm | Für wen | Was Sie bekommen | Was es kostet |
|---|---|---|---|
| Mietwohnraumförderung Modernisierung (Land) | Natürliche und juristische Personen mit ausreichender Bonität, Objekt im Eigentum | 0,0 % Zins fünf Jahre, danach 0,5 %; bis 220.000 € je geförderter Wohnung; Tilgungsnachlass 25 % (Einkommensgruppe A) bzw. 15 % (B), mit Effizienz-Boni bis 55 % | Miet- und Belegungsbindung 25 oder 30 Jahre |
| Zusatzdarlehen Standortaufbereitung (Hagen-Pakt) | Wohnungswirtschaftliche Vorhaben – stadtweit, nicht nur im Sonderfördergebiet | Bis 100 % der Abriss- und Aufbereitungskosten, davon 50 % Tilgungsnachlass | Nur zusammen mit einem geförderten Vorhaben |
| Höchstbeträge ab Effizienzhaus 70 (Hagen-Pakt) | Modernisierung in den Bleiberäumen | Volle Förderhöchstbeträge schon bei EH 70 statt EH 55 | 20 % der Tilgungsnachlässe binnen zwei Jahren außerhalb des Sonderfördergebiets reinvestieren |
| KfW 458 Heizungstausch (Bund) | Selbstnutzer und Vermieter | 30 % Grundförderung auf 28.000 € förderfähige Kosten (erste Wohnung). Selbstnutzer zusätzlich 16 % Klimabonus und bis 40 % Einkommensbonus, Deckel 70 % | Keine Bindung. Vermieter bekommen nur die 30 % |
| BAFA Gebäudehülle (Bund) | Selbstnutzer und Vermieter | 15 % Zuschuss auf Dämmung, Fenster, Türen; plus 5 % iSFP-Bonus auf den Kostenanteil über 30.000 € je Wohnung | Keine Bindung |
| Steuerbonus § 35c EStG (Bund) | Nur Selbstnutzer | 20 % der Kosten über drei Jahre direkt von der Steuerschuld | Nicht kombinierbar mit Zuschuss oder gefördertem Kredit für dieselbe Maßnahme |
| Wohneigentumsförderung (Land) | Nur Selbstnutzer unter der Einkommensgrenze | Zinsgünstiges Darlehen mit 10 % Tilgungsnachlass, auch für den Bestandskauf | Gruppe A: 20.420 € (eine Person), 24.600 € (zwei), +5.660 € je weiterer Person, +740 € je Kind; Gruppe B 40 % darüber |
Die Landesförderung beantragen Sie bei der Bewilligungsbehörde der Stadt Hagen, ausgezahlt wird über die NRW.BANK. Bundeszuschüsse laufen über KfW-Portal und BAFA, geförderte Kredite über den Finanzierungspartner. Bund und Land fördern verschiedene Kostenblöcke und lassen sich richtig kombiniert stapeln – welche Kombination für Ihr Objekt zulässig ist und gewinnt, rechnen wir in der Beratung durch. Die Richtlinien werden jährlich angepasst; maßgeblich ist die Fassung zum Antragszeitpunkt.
Eigennutzer profitieren aus dem Pakt selbst nur indirekt. Die NRW-Wohneigentumsförderung gilt zwar auch für den Bestandskauf, ist aber einkommensabhängig: Einkommensgruppe A endet beim anrechenbaren Jahreseinkommen von 20.420 Euro (ein Haushaltsmitglied) beziehungsweise 24.600 Euro (zwei), je weiterer Person kommen 5.660 Euro hinzu, je Kind 740 Euro; Gruppe B liegt 40 Prozent darüber. Wer darüber liegt, fährt über die KfW-Programme aus dem Baufinanzierungskapitel. Die Förderung will ins Objekt gerechnet werden – wir koordinieren Anträge und Rechnung in der Beratung.
Der Hagen-Pakt · 80 Millionen Euro
Der Staat räumt den Markt auf.
Im Mai 2026 haben Land, Stadt und die Hagener Wohnungswirtschaft den Hagen-Pakt 2026–2035 unterzeichnet. Für Investoren ist das die wichtigste Strukturveränderung des Jahrzehnts – wenn man die Bedingungen kennt.
Der Befund ist deutlich: rund 3.200 Wohnungen struktureller Überhang, davon etwa 350 Problemimmobilien – zwei Drittel davon im Fokusraum Altenhagen, Eckesey, Bahnhofsquartier, Wehringhausen und Haspe. In zehn Jahren sollen 600 Wohnungen zurückgebaut und 1.000 modernisiert werden. Unterlegt ist das mit rund 80 Millionen Euro aus Landes-, Bundes- und NRW.BANK-Mitteln.
Das ist mehr als eine Fördermeldung – es verändert die Rechnung an vier Stellen konkret:
- Value-Add mit Rückenwind: Wichtig zur Einordnung: Die KfW- und BAFA-Zuschüsse für Heizung und Gebäudehülle sind Bundesprogramme – die gab es schon vor dem Pakt, überall. Der Pakt fördert zusätzlich genau die Kostenblöcke, die der Bund gar nicht anfasst: Zusatzdarlehen für Abriss- und Standortaufbereitungskosten mit bis zu 50 Prozent Tilgungsnachlass, Ankauf- und Sicherungszuschüsse im Sonderfördergebiet, Modernisierungs-Höchstbeträge bereits ab Effizienzhaus-70-Standard (statt 55 – im Altbau oft der Unterschied zwischen erreichbar und unwirtschaftlich), dazu flexible Belegungsbindungen und ein bis 2027 gesichertes Zusatzbudget. Ein Rechenbeispiel: Wer am Altbau-MFH 120.000 Euro Standortaufbereitung stemmt, kann dafür ein Zusatzdarlehen über die vollen Kosten erhalten – von dem 60.000 Euro als Tilgungsnachlass erlassen werden; vom Bund gäbe es dafür nichts. Zusammen mit Einstiegspreisen um 480 €/m² für leergezogene Altbauten heißt das: Eine Sanierung, die sich 2024 nicht rechnete, kann sich 2026 rechnen – dieselbe Immobilie, andere Förderkulisse. Bund und Pakt fördern verschiedene Kostenblöcke und lassen sich richtig kombiniert stapeln; genau diese Fälle rechnen wir derzeit am häufigsten durch.
- Verknappung von unten: 600 zurückgebaute Wohnungen verschwinden aus genau dem Segment, das heute die Mieten und Werte drückt. Davon profitieren auch alle, die nicht im Fokusraum kaufen – der ordentlich bewirtschaftete Bestand in mittleren Lagen wird relativ knapper.
- Erstmals eine Exit-Option: Die HEG kauft Problemimmobilien zum Verkehrswert an. Wer eine nicht mehr wirtschaftlich sanierbare Immobilie im Fokusraum hält, hat damit erstmals seit Jahren einen realistischen Ausstiegskanal jenseits der Zwangsversteigerung.
- Eine amtliche Risiko-Landkarte: Mit dem Fokusraum benennt die Stadt offiziell, wo sie die größten Missstände sieht – deckungsgleich mit der Leerstandsstatistik des Gutachterausschusses. Für die Ankaufsprüfung ist das eine Due-Diligence-Hilfe, die es so vorher nicht gab.
Wer bekommt das Geld – und zu welchen Bedingungen? Antragsberechtigt sind laut Förderrichtlinie natürliche und juristische Personen mit ausreichender Bonität, denen das Objekt gehört – private Vermieter also ausdrücklich eingeschlossen. Der Pakt selbst richtet sich zwar an „wohnungswirtschaftliche Vorhaben", die zugrunde liegende Wohnraumförderung des Landes ist aber offen. Die Konditionen der Modernisierungsförderung: 0,0 Prozent Zins in den ersten fünf Jahren, danach 0,5 Prozent, bis zu 220.000 Euro Darlehen je geförderter Wohnung und ein Tilgungsnachlass von 25 Prozent (Einkommensgruppe A) oder 15 Prozent (B), der sich über Energieeffizienz-Boni auf bis zu 55 Prozent erhöhen lässt. Der Preis dafür ist konkret und gehört in jede Kalkulation: Miet- und Belegungsbindung über 25 oder 30 Jahre – dieselbe Dauer wie die Zinsbindung. Auf Belegungsbindungen kann die Stadt bei Modernisierungen verzichten, aber nur nach Rücksprache mit dem Ministerium; ein Automatismus ist das nicht.
Auch die Pakt-Sonderkonditionen haben Bedingungen. Die vollen Förderhöchstbeträge schon ab Effizienzhaus 70 statt 55 gibt es nur, wenn 20 Prozent der gewährten Tilgungsnachlässe binnen zwei Jahren in Wohnraum außerhalb des Sonderfördergebiets investiert werden. Und einzelne Bausteine – etwa das Mitfördern von Abrisskosten anderer Grundstücke – gelten nur für Vorhaben in den sogenannten Bleiberäumen, nicht überall. Das Zusatzdarlehen für Standortaufbereitung mit 50 Prozent Tilgungsnachlass gilt dagegen ausdrücklich stadtweit, über die Grenzen des Sonderfördergebiets hinaus.
Beantragt wird immer vor Vorhabensbeginn bei der Bewilligungsbehörde der Stadt Hagen (Auszahlung über die NRW.BANK) – beim Kauf gilt bereits der notarielle Kaufvertrag als Beginn.
Rendite
Rechnet sich Hagen?
Mehrfamilienhäuser wurden 2025 im Mittel zum 12,4-Fachen der Jahresnettokaltmiete gehandelt – rund 8 Prozent Bruttorendite vor Kosten.
Die Leitzahl des Hagener Zinshausmarktes: Mehrfamilienhäuser (Gewerbeanteil unter 20 Prozent) wurden 2025 im Mittel zum 12,4-Fachen der Jahresnettokaltmiete gehandelt – das entspricht rund 8 Prozent Bruttorendite vor Kosten. Nach dem Überhitzungs-Hoch von 2022 (15,5-fach) hat sich der Markt damit das zweite Jahr in Folge auf diesem Niveau eingependelt. Der mittlere Kaufpreis lag bei 888 €/m² Wohnfläche in mittleren und 820 €/m² in einfachen Lagen.
Von außen bestätigt: Diese Einschätzung teilt inzwischen auch die überregionale Presse. In einem Mietrendite-Ranking der 52 größten deutschen Städte für das erste Halbjahr 2026, über das das Handelsblatt am 20. August 2026 berichtet hat, belegt Hagen mit 5,24 Prozent Bruttomietrendite Platz 4 – hinter Chemnitz (5,77 Prozent), Wuppertal (5,26) und Mönchengladbach (5,25), vor Krefeld (5,21). Der Durchschnitt aller 52 Städte liegt bei 4,17 Prozent, die Metropolen deutlich darunter: Köln 3,46, Berlin und Frankfurt je 3,39, München 3,24 und Hamburg 3,00 Prozent. Für denselben Euro Kaufpreis gibt es in Hagen also rund drei Viertel mehr Miete als in Hamburg.
Zwei Hinweise zur Einordnung, weil hier gern Äpfel mit Birnen verglichen werden: Das Ranking rechnet mit Angebotsdaten für Eigentumswohnungen – Kaufpreis einer Bestandswohnung im Verhältnis zur Kaltmiete bei Neuvermietung. Unser Faktor 12,4 stammt dagegen aus amtlichen Kaufverträgen für Mehrfamilienhäuser. Beide Kennziffern messen Unterschiedliches, zeigen aber in dieselbe Richtung. Und: Eine hohe Mietrendite ist kein Geschenk, sondern die Bezahlung für Risiko – Leerstand, Mieterstruktur und schwächere Wertentwicklung. Genau deshalb steht am Ende dieses Kapitels der Abschnitt „Risiken, ehrlich benannt".
Die auffälligste Zahl steckt im Detail: Einfache Lagen (Faktor 12,4) kosten inzwischen praktisch denselben Vervielfältiger wie mittlere Lagen (12,5). Noch 2019 lag mehr als eine Faktorstufe dazwischen. Der Markt bezahlt das höhere Risiko einfacher Lagen also kaum noch mit einem Abschlag – umso wichtiger wird die Einzelfallprüfung: Mieterstruktur, Leerstand im Umfeld, Substanz. Gute Wohnlagen sind mit rund dem 15,4-Fachen (wenige Fälle) und Dreifamilienhäuser mit dem 17,3-Fachen deutlich teurer – hier kauft man Sicherheit, keine Rendite.
Mietpotenzial: Die Mieten sind der stille Treiber des Hagener Marktes. Die Angebotsmieten für Bestandswohnungen sind zuletzt um durchschnittlich 5,9 Prozent pro Jahr gestiegen – von 5,00 €/m² (2015) auf 7,00 €/m² (2024), aktuell werden Wohnungen in Standardgrößen im Schnitt für rund 7,40 bis 7,50 €/m² inseriert. Der qualifizierte Mietspiegel 2025 setzt die Bestandsmieten je nach Baujahr und Ausstattung bei 5,70 bis 10,40 €/m² an; die Masse des Altbestands liegt bei 5,70 bis 6,85 €/m². Zwischen einer typischen Bestandsmiete und der Marktmiete liegen damit häufig 1 bis 1,50 €/m² – bei einem Haus mit 500 m² Wohnfläche sind das 6.000 bis 9.000 Euro Jahresrohertrag, die sich über Mieterwechsel, Modernisierung und saubere Mietspiegel-Arbeit heben lassen.
Marcs Expertentipp – die U-Kurve in Rendite umrechnen: Die Angebotsdaten nach Größe und Zimmerzahl verraten mehr als Durchschnittspreise. Das Rückgrat des Hagener Wohnungsmarkts sind 2- und 3-Zimmer-Wohnungen mit rechnerisch 4,3 bis 4,4 Prozent Angebots-Bruttorendite (Ø-Werte, vor Kosten). Der unterschätzte Deal aber ist die kompakte Familienwohnung – vier Zimmer auf 85 bis 100 m²: eingekauft im günstigsten Flächenband der Stadt (rund 2.100 €/m²), vermietet mit der Familien-Prämie von über 9 €/m², weil große Wohnungen knapp sind. Auf genau solche Grundrisse achten wir beim Ankauf eines Mehrfamilienhauses – sie vermieten sich am schnellsten und tragen die Miete von morgen. Schwächstes Segment der Stadt: 100–125 m² im Eigentumswohnungs-Kauf mit nur rund 3,5 Prozent – hier zahlt man Eigennutzer-Konkurrenz mit.
Value-Add: Der Gutachterausschuss weist für weitgehend leergezogene Altbau-Mehrfamilienhäuser (Schwerpunkt Wehringhausen) 2025 einen Vergleichswert von rund 480 €/m² aus – nach 840 €/m² im Jahr 2024, bei allerdings nur fünf Fällen. Wer sanieren kann, kauft hier für gut die Hälfte des Preises vermieteter Häuser in mittlerer Lage. Das ist die Chance – und zugleich das anspruchsvollste Segment des Marktes: Die Sanierungskosten (Baupreise +90 Prozent seit 2010) entscheiden, ob aus dem Einstiegspreis eine Rendite wird.
Wie die Förderung diese Rechnung dreht, zeigt ein Beispiel: Ein Investor kauft einen leergezogenen Altbau mit sechs Wohnungen und 500 m² Wohnfläche für 240.000 Euro (480 €/m²) und saniert für 300.000 Euro – Wärmepumpen- Zentralheizung 90.000 Euro, Dach, Fassade und Fenster 210.000 Euro. Für die Heizung gibt es als Vermieter die 30-Prozent-Grundförderung der KfW (27.000 Euro Zuschuss; die Selbstnutzer-Boni gelten hier nicht), für die Gebäudehülle den BAFA-Zuschuss von 15 Prozent plus iSFP-Anteil (rund 33.000 Euro, je Wohneinheit gedeckelt). Effektiver Einsatz: 480.000 Euro – rund 960 €/m², komplett saniert, während unsanierte vermietete Häuser in mittlerer Lage amtlich 888 €/m² kosten. Alternativ oder ergänzend kommt das NRW-Modernisierungsdarlehen mit Tilgungsnachlass ab Effizienzhaus-70-Standard infrage (Hagen-Pakt) – welche Kombination förderrechtlich zulässig ist und gewinnt, rechnen wir je Objekt durch.
Risiken, ehrlich benannt
Hagen hat 32.000 Einwohner weniger als 1975 – aber seit 2014 wächst die Stadt wieder leicht, getragen von Zuwanderung (zuletzt +543 Personen Wanderungssaldo 2024, Gewinne vor allem bei Familien), und die amtliche Vorausberechnung sieht die Bevölkerung bis 2040 stabil. Der Leerstand lag laut Zensus 2022 bei 5,8 Prozent, nur die Hälfte davon marktaktiv – mit großen Unterschieden je Lage. Dazu kommen harte Kostenfaktoren: Grundsteuer-B-Hebesatz 1.139 Punkte (einer der höchsten in NRW), Gewerbesteuer 520 Punkte, Kaufkraft rund 10 Prozent unter dem Landesschnitt. Der geförderte Wohnungsbestand hat sich in zehn Jahren fast halbiert (nur noch 3.411 Wohnungen) – sozialpolitisch ein Problem, für Bestandshalter ein Hinweis auf auslaufende Bindungen. Und die Zwangsversteigerungsverfahren ziehen wieder an (157 im Jahr 2025 nach 106 im Vorjahr) – noch auf niedrigem Zuschlagsniveau (nur 17 Zuschläge mit zusammen 1,56 Millionen Euro, im Mittel rund 105.000 Euro und etwa 30 Prozent unter dem Verkehrswert), aber ein Frühindikator, den wir in der nächsten Ausgabe weiterverfolgen.
Was die Investoren unseres Stammtischs für die nächsten zwölf Monate planen
Investoren-Umfrage · Endauswertung
Feldzeit 29.08.–05.09.2026
Was die Investoren vorhaben
62 %
wollen zukaufen
18 %
beobachten erst
13 %
halten den Bestand
7 %
wollen verkaufen
Was sie bremst
- Kaufpreise zu hoch28 %
- Zu wenig passendes Angebot24 %
- Finanzierung schwer zu bekommen20 %
- Nichts bremst mich aktuell11 %
- Sanierungspflichten / GEG7 %
- Zinsniveau6 %
- Mieter & Verwaltung4 %
Weitere Befunde
Anonyme Umfrage unter den rund 250 Teilnehmern des R&G Immobilienstammtischs. Alle Werte sind Prozentanteile der jeweils gültigen Antworten; die Bezugsgruppe steht an der Zahl.
Was das für das zweite Halbjahr bedeutet. Das Kaufinteresse ist da, und zwar deutlich: 62 Prozent der Befragten wollen in den nächsten zwölf Monaten zukaufen, verkaufen wollen nur sieben. Auf jeden verkaufswilligen Investor kommen damit mehr als acht kaufwillige – für Eigentümer, die ohnehin über einen Verkauf nachdenken, ist das die eigentliche Nachricht dieses Berichts.
Interessanter als das Interesse ist aber, woran es hakt. Nur sechs Prozent nennen das Zinsniveau als größte Bremse – gemessen an der öffentlichen Debatte überraschend wenig. Es sind die Kaufpreise (28 Prozent) und das fehlende passende Angebot (24 Prozent), die den Markt ausbremsen; weitere 20 Prozent scheitern an der Finanzierung selbst. Die Freitextantworten sagen deutlich, was damit gemeint ist: nicht der Zinssatz, sondern die Eigenkapitalquote, die die Banken verlangen. Das deckt sich mit dem, was wir in der Baufinanzierung täglich sehen – und ist der Grund, warum der Beleihungsauslauf in diesem Bericht ein eigenes Kapitel bekommen hat.
Die Vermietungsseite bleibt derweil fest: 65 Prozent der befragten Vermieter haben ihre Mieten erhöht, gesenkt hat niemand, und drei von vier vermieten frei werdende Wohnungen binnen vier Wochen neu. Ein Nachfrageüberhang, der Preisdruck nach unten unwahrscheinlich macht – solange die Neubaupipeline so leer bleibt, wie sie ist.
Zehn Ortsteile im Vergleich
Wo Hagen was kostet.
Amtliche Immobilienrichtwerte je Ortsteil – abgeleitet aus tatsächlichen Kaufpreisen, nicht aus Angeboten. Dazu: wo die Investoren unseres Stammtischs gerade suchen.
Hagener Ortsteile im Vergleich
Rohdaten für Redaktionen anfragen →| Ortsteil | Haus €/m² | Doppel-/Reihenhaus €/m² | Wohnlage | Interesse der Investoren |
|---|---|---|---|---|
| Haspe | 1.965–2.125 | 1.930–2.385 | mittel bis gut | ●●●● |
| Emst | 1.815–1.935 | 2.055–2.415 | mittel bis gut | ●●●● |
| Hohenlimburg | 1.145–2.150 | 1.515–2.215 | einfach bis gut | ●●● |
| Altenhagen | 1.530 | 1.945 | gut * | ●●● |
| Boele | 2.125–2.510 | 2.175–2.370 | gut | ●● |
| Eilpe | 1.620–1.835 | 1.990–2.165 | mittel | ●● |
| Wehringhausen | kein Wert | kein Wert | einfach | ● |
| Vorhalle | 2.155 | 2.060 | mittel | ● |
| Halden | 2.510 | 2.430 | gut | ● |
| Dahl | 1.855 | 1.805 | mittel | – |
Stand: Zonale Immobilienrichtwerte zum 01.01.2026, Gutachterausschuss Hagen. Der zonale Immobilienrichtwert ist ein amtlich aus tatsächlichen Kaufpreisen abgeleiteter Durchschnittspreis je m² Wohnfläche inklusive Grundstücksanteil – keine Angebotspreise. Eine Spanne bedeutet mehrere Richtwertzonen im Ortsteil; das Standardobjekt je Zone (Baujahr, Wohnfläche, Lage) unterscheidet sich, die objektgenaue Umrechnung nehmen wir je Objekt vor. Altenhagen: nur Zone Ischeland/Funckepark ausgewiesen. Wehringhausen hat keinen Hausrichtwert – das Gründerzeitquartier besteht praktisch nur aus Mehrfamilienhäusern. Interesse = Rangfolge der Nennungen in unserer Umfrage unter den rund 250 Teilnehmern des Immobilienstammtischs (Mehrfachnennung möglich); Innenstadt/Mitte erhielt ebenso viele Nennungen wie Hohenlimburg, ist in dieser Häusertabelle aber nicht enthalten. Angebotswerte, Faktoren und Renditen je Ortsteil ergänzen wir mit der September-Erhebung.
Mikrolage statt Mittelwert: Stadtwerte sind Durchschnitte – gekauft und vermietet wird im Quartier. Für jedes Objekt in unserer Vermarktung erstellen wir deshalb eine eigene Umfeldanalyse. Ein Beispiel aus einem laufenden Verkauf an der Fleyer Straße: Eigentümerquote im Quartier nur 8,7 Prozent (Deutschland: 41,3), Leerstand 7,1 Prozent (Stadt gesamt: 5,8), Durchschnittsalter 39,4 Jahre (Deutschland: 44,8), Quartiers-Kaltmiete 5,50 €/m² bei einer Marktmiete um 7,40 €/m² – ein junges Mieterquartier mit Mietaufholpotenzial, Gymnasium in 155 Metern, Bus in 114 Metern, Hauptbahnhof 1,5 Kilometer. Solche Mikrolagen-Daten entscheiden über Zielgruppe und Preis, nicht der Stadtdurchschnitt.
Der Immobilienstammtisch
Der Abend, an dem Hagen über Immobilien spricht.
Einmal im Monat wird das Strandhaus am Hengsteysee zum größten Immobilien-Netzwerk der Region: rund 250 aktive Investoren aus Hagen und Umgebung – Workshop statt Frontalvortrag. Aus diesem Kreis stammt die Umfrage dieses Berichts.
Was sie uns geschrieben haben
Freitextantworten unserer Umfrage im Stammtisch
„Sehr hohe, ungerechtfertigte Kaufpreise ohne Verhandlungsspielraum von Verkäuferseite – auch bei fundierter Argumentation.“
„Banken fordern zu hohen EK-Anteil. Das drückt auf die Eigenkapitalrendite. Bin gespannt, wie sich die Situation 2027 ändert.“
„Die Energetik wird immer wichtiger.“
Anonyme Freitextantworten, unverändert übernommen bis auf die Rechtschreibung.
Die nächsten Abende
Alle Infos & Anmeldung →- Mi, 30. September 2026Tickets →
- Mi, 28. Oktober 2026Tickets →
- Mi, 25. November 2026Tickets →
- Mi, 16. Dezember 2026Tickets →
18–22 Uhr · Strandhaus am Hengsteysee, Seestr. 4, 58089 Hagen · 30 € inkl. Hauptgericht · als MaBV-Weiterbildung anrechenbar
Versicherung
Nach der Flut: Wer noch Schutz bekommt
Ein Beitrag der R&G Versicherungsmakler GmbH, einer eigenständigen Gesellschaft (Amtsgericht Hagen, HRB 12614), Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-I9XZ-UST1L-91, Aufsicht: SIHK zu Hagen. Keine Rechts- oder Steuerberatung und keine Deckungszusage; maßgeblich sind die Bedingungen des Versicherers im Einzelfall.
In der Nacht zum 14. Juli 2021 fielen über Hagen binnen Stunden mehr als 100 Liter Regen je Quadratmeter. Volme und Nahmer traten über die Ufer, das Nahmertal in Hohenlimburg wurde verwüstet – allein an städtischer Infrastruktur blieb ein Schaden von rund 83,5 Millionen Euro, betroffen waren 117 Straßen, 105 Brücken und Bauwerke sowie rund 100 städtische Gebäude. Wer das erlebt hat, weiß: Wasser kommt hier nicht nur vom Fluss, sondern auch den Hang herunter und durch die Kanalisation zurück. Die Versicherer haben reagiert – in drei Punkten, die beim Immobilienkauf heute mit auf den Tisch gehören:
- Neue Gefahrenzonen. Risikomodelle werden nachgeschärft, Adressen neu eingestuft. Was gestern problemlos versicherbar war, kann heute teurer, mit hohem Selbstbehalt oder gar nicht mehr zu haben sein.
- Elementarschutz ist kein Automatismus. Die normale Wohngebäudeversicherung deckt Sturm, Hagel, Leitungswasser und Feuer – nicht Überschwemmung, Rückstau oder Erdrutsch. Dafür braucht es den Zusatzbaustein Elementar.
- Prävention wird verlangt. Rückstauklappe, gesicherte Lichtschächte, Kellerabdichtung: Ohne Nachweis kürzen Versicherer im Schadenfall – oder lehnen gleich ab.
Der wichtigste Hebel beim Kauf: Die Gebäudeversicherung des Verkäufers geht automatisch auf Sie über – mitsamt allen Lücken. Mit dem Eigentumsübergang treten Sie kraft Gesetzes in den bestehenden Vertrag ein (§ 95 VVG): sofort versichert, aber zu den alten Bedingungen, oft ohne Elementarschutz, mit veralteter Versicherungssumme oder ungünstigen Klauseln. Nach § 96 VVG können Sie innerhalb eines Monats ab Kenntnis der Grundbucheintragung kündigen. Diese Frist ist der beste Moment, den Schutz neu aufzusetzen – danach wird es schwieriger.
Prüfen Sie vor dem Notartermin: Ist Elementar eingeschlossen – mit welchem Selbstbehalt? Gilt Neuwertentschädigung und ein Unterversicherungsverzicht? Ist grobe Fahrlässigkeit mitversichert? Verlangt der Vertrag eine Rückstausicherung – und ist sie da? Sind PV-Anlage, Wärmepumpe und Nebengebäude mitversichert? Gab es Vorschäden? Sie beeinflussen Prämie und Annahme.
Spezial für Investoren – Rahmenvertrag statt zehn Einzelpolicen: Wer einen größeren Bestand hält, sollte ihn nicht Haus für Haus versichern. Rahmenverträge für Immobilienbestände bieten Sonderkonditionen und Deckungserweiterungen, die es einzeln nicht gibt – je nach Vertrag die automatische Mitversicherung neu erworbener Objekte, Elementardeckung auch für schwierige Adressen, längere Mietausfallzeiträume, einheitliche Selbstbehalte und einen Ansprechpartner statt zehn Policen.
Objekte
Wie die Zahlen in echt aussehen.
Keine Anzeigen – unsere eigenen Objekte, eingeordnet in die Werte dieses Berichts. So übersetzt sich Statistik in konkrete Quadratmeterpreise.
Im gedruckten Heft steht an dieser Stelle eine Auswahl der Objekte, die wir zum Redaktionsschluss in der Vermarktung hatten – jeweils mit Quadratmeterpreis und Energieklasse, eingeordnet in die amtlichen Werte dieses Berichts. Ein saniertes Ein-/Zweifamilienhaus in Hagen etwa lag bei 2.463 €/m² und damit deutlich über dem Hagener Mittel von 358.000 Euro für freistehende Häuser – dafür saniert und mit zweiter Einheit, also teilbar in selbst bewohnen und vermieten. Eine Vierzimmerwohnung in Hagen-Mitte kam auf 1.797 €/m² und damit unter den Hagener Angebotsschnitt von rund 1.960 Euro.
Weil sich der Bestand schneller dreht als ein halbjährlicher Bericht – von den sechs Objekten der Druckausgabe waren drei binnen zwei Tagen verkauft –, zeigen wir hier bewusst keine feste Liste, sondern verweisen auf den aktuellen Stand.
Transparenz
Woher die Zahlen kommen und wie wir rechnen
Darauf beruht dieser Bericht
- Aus unserer täglichen Arbeit: Bewertungen, Umfeldanalysen und tatsächlich erzielte Preise aus der eigenen Vermarktung, Konditionen und Beleihungswerte aus laufenden Baufinanzierungen bei über 400 Banken sowie das Annahmeverhalten der Gebäudeversicherer – ausschließlich aggregiert und anonymisiert (TODO: n = X begleitete Verkäufe und X Finanzierungen im 1. Halbjahr 2026)
- Investoren-Umfrage – anonyme Online-Befragung unter den rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des R&G Immobilienstammtischs, Feldzeit 29.08.–05.09.2026. Alle Ergebnisse sind Prozentanteile der jeweils gültigen Antworten
- Amtlich: Kaufvertrags-, Preis- und Richtwertdaten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Hagen (1.218 ausgewertete Kaufverträge des Vertragsjahres 2025) sowie der qualifizierte Mietspiegel Hagen 2025
- Angebotsmarkt: eigene Auswertung aktueller Inserate je Stadtteil – Kaufpreise, Mieten, Renditen; Stand siehe Stadtteiltabelle
Grenzen – ehrlich benannt
- Angebotspreise und -mieten sind keine Abschlusswerte – wo wir Abschlüsse kennen (eigene Verkäufe), weisen wir das Delta separat aus
- Die amtlichen Transaktionsdaten beschreiben das Vertragsjahr 2025; das Halbjahresbild 2026 beruht auf Angebotsdaten, der Investoren-Umfrage und unserer eigenen Praxis
- Der Geldumsatz-Rekord 2025 wird von 20 Großtransaktionen (37 % Anteil) getrieben – wir weisen deshalb Segmente getrennt aus, statt einen 'Boom' auszurufen
- Die Investoren-Umfrage ist eine freiwillige Selbstauskunft aus einem selbstselektierten Kreis – aktive Investoren, die einen Immobilienstammtisch besuchen. Sie zeigt Tendenzen dieser Gruppe, ist aber nicht repräsentativ für alle Hagener Eigentümer. Fragen zu Miete und Wiedervermietung beantworten nur die Teilnehmer mit vermieteten Objekten; die jeweilige Bezugsgruppe nennen wir an der Zahl
Zitieren & Nutzung
Für Redaktionen
Zitieren Sie gern aus diesem Bericht – mit dieser Quellenangabe:
Quelle: R&G Immobilienmarktbericht Hagen, Ausgabe 1. Halbjahr 2026 – meinerg.de/marktbericht-hagen/2026-h1
© R&G Wirtschaftskanzlei GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Die Übernahme von Tabellen, Grafiken oder größeren Datenauszügen in eigene Veröffentlichungen bedarf unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung – Nutzungsbedingungen. Die Datensammlung dieses Berichts ist als Datenbank nach §§ 87a ff. UrhG geschützt.
Quellenverzeichnis
- R&G Wirtschaftskanzlei GmbH – Vermittlung, Baufinanzierung und Versicherung – Bewertungen, Umfeldanalysen und tatsächlich erzielte Preise aus der eigenen Vermarktung; Konditionen, Beleihungswerte und Ablehnungsgründe aus laufenden Finanzierungsanfragen bei über 400 Banken; Annahmeverhalten der Gebäudeversicherer. Ausschließlich aggregiert und anonymisiert
- R&G Immobilienstammtisch – Investoren-Umfrage – Halbjährliche Befragung der rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, online, freiwillig und anonym – Grundlage des Investorenklimas Hagen
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Hagen – Amtliche Transaktions-, Preis- und Richtwertdaten sowie Mietspiegel-Referenz
- Stadt Hagen und Landesstatistik – Bevölkerung, Wohnungsbestand, kommunale Wärmeplanung
- Landesförderinstitute und Förderrichtlinien des Bundes – Wohnraumförderung NRW und Hagen-Pakt sowie KfW- und BAFA-Förderung, Gebäudeenergiegesetz
- Überregionale Fachpresse – Bundesweite Vergleichswerte, unter anderem Handelsblatt
Welche Veröffentlichung einer einzelnen Kennzahl zugrunde liegt, nennen wir Ihnen auf Anfrage.
Das Heft zum Mitnehmen
Der komplette Marktbericht als Magazin
Alle Kapitel dieser Seite im gestalteten Heft-Layout – zum Ausdrucken, Weitergeben und Offline-Lesen.
Die eine Frage, die dieser Bericht nicht beantwortet
Was ist Ihre Immobilie wert?
Zwischen 249.000 und 461.000 Euro lagen 2025 die mittleren 50 Prozent aller verkauften Hagener Einfamilienhäuser. Welche Zahl für Ihr Haus gilt, entscheidet keine Statistik – das entscheiden Lage, Zustand und Energieklasse.
Kostenlose Marktwertermittlung
Auf Basis der amtlichen Zahlen aus diesem Bericht, der Angebotsdaten Ihres Stadtteils und dessen, was wir in Hagen tatsächlich erzielen. Ergebnis ist eine belastbare Spanne, kein Wunschpreis.
- Kostenlos
- Unverbindlich
- Persönlich vor Ort

„Ich schaue mir jede Anfrage selbst an. Und wenn Verkaufen für Sie gerade nicht das Richtige ist, sage ich Ihnen auch das – dann haben Sie wenigstens Klarheit."
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