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Lexikon · Objekt & Wertermittlung

Altlastenkataster – einfach erklärt

Behördliches Verzeichnis über altlastverdächtige Flächen und Altlasten – in Hagen geführt vom Umweltamt als untere Bodenschutzbehörde.

Was ist Altlastenkataster?

Im Altlastenkataster erfasst die Behörde Flächen, bei denen der Boden durch frühere Nutzung belastet sein kann oder belastet ist. Dazu gehören Altstandorte, also ehemalige Gewerbe- und Industrieflächen, und Altablagerungen wie verfüllte Gruben oder alte Deponien. In Nordrhein-Westfalen schreibt § 8 des Landesbodenschutzgesetzes vor, dass die zuständigen Behörden ein solches Kataster führen und laufend fortschreiben.

Zuständig ist die untere Bodenschutzbehörde – in Hagen das Umweltamt der Stadt, das Auskünfte über die bekannten Altablagerungen und Altstandorte im Stadtgebiet erteilt. Wichtig für die Einordnung: Ein Eintrag bedeutet zunächst einen Verdacht. Ob tatsächlich eine Altlast vorliegt, klärt erst eine Untersuchung.

Für Eigentümer ist das Thema nicht nur eine Wertfrage. Nach § 4 Abs. 3 des Bundes-Bodenschutzgesetzes kann neben dem Verursacher auch der Grundstückseigentümer zur Sanierung verpflichtet werden. Wer ein Grundstück mit Gewerbevergangenheit kauft, sollte die Auskunft deshalb vor dem Notartermin haben.

Was heißt das für Ihre Finanzierung?

Beispiel: Ein Grundstück liegt auf dem Gelände einer früheren Werkstatt. Die Auskunft aus dem Kataster zeigt einen Altstandort-Verdacht. Vor dem Kauf wird eine Bodenuntersuchung vereinbart – und der Kaufvertrag regelt, wer welche Kosten trägt, falls sich der Verdacht bestätigt. Auch Banken berücksichtigen einen solchen Eintrag bei der Bewertung.

Für Hagen konkret

Auch bekannt als: Altlastenauskunft, Altlastverdachtsfläche

Häufige Fragen

Wie bekomme ich eine Altlastenauskunft in Hagen?
Beim Umweltamt der Stadt Hagen als unterer Bodenschutzbehörde. Das Grundstück muss genau bezeichnet sein (Adresse oder Flurstück). Wer nicht Eigentümer ist, braucht je nach Behörde eine Einverständniserklärung des Eigentümers, weil die Katasterdaten personenbezogen sein können.
Bedeutet ein Eintrag im Altlastenkataster, dass der Boden belastet ist?
Nicht unbedingt. Viele Einträge sind Verdachtsflächen, die aus der früheren Nutzung abgeleitet sind. Erst eine Untersuchung zeigt, ob und wie stark der Boden tatsächlich belastet ist.

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Fragen zu „Altlastenkataster“?

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