Nordrhein-Westfalen
Kaufnebenkosten NRW berechnen
Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklerprovision – rechnen Sie in wenigen Sekunden aus, was beim Immobilienkauf auf den Kaufpreis obendrauf kommt.
Diese Posten stecken in den Kaufnebenkosten
In Nordrhein-Westfalen summieren sich die Kaufnebenkosten auf rund 8,5 bis 12,57 Prozent des Kaufpreises – je nachdem, ob ein Makler beteiligt ist.
| Position | Höhe | Trägt | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 6,5 % | Käufer | Fester Satz in Nordrhein-Westfalen, fällig nach dem Notartermin. |
| Notar | ca. 1,5 % | Käufer | Gesetzlich geregelt (GNotKG) – der Notar ist nicht verhandelbar. |
| Grundbuchamt | ca. 0,5 % | Käufer | Eintragung von Eigentum und Grundschuld. |
| Maklerprovision | 3,57 % | Käufer (hälftig) | Seit 2020 wird die Provision zwischen Käufer und Verkäufer geteilt; genannt ist der Käuferanteil inkl. USt. |
Die Angaben sind übliche Größenordnungen für NRW und keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Notar- und Grundbuchkosten richten sich nach dem GNotKG und hängen unter anderem davon ab, ob eine Grundschuld eingetragen wird.
Warum die Nebenkosten über Ihre Finanzierung entscheiden
Die meisten Banken erwarten, dass Sie die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital bezahlen – sie erhöhen den Wert der Immobilie nicht und sind im Verwertungsfall verloren. Wer diesen Betrag nicht einplant, merkt das oft erst, wenn der Kaufvertrag schon fast beim Notar liegt.
Deshalb lohnt es sich, den Finanzierungsrahmen von Anfang an inklusive Nebenkosten zu rechnen. Wir vergleichen dafür unabhängig über 400 Bankpartner – und sagen Ihnen ehrlich, was in Ihrer Situation trägt.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu den Kaufnebenkosten in NRW
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in NRW?
In Nordrhein-Westfalen liegen die Kaufnebenkosten bei rund 8,5 bis 12,57 Prozent des Kaufpreises. Den größten Anteil hat die Grunderwerbsteuer mit 6,5 Prozent, dazu kommen Notar- und Grundbuchkosten von etwa 2 Prozent sowie – beim Kauf über einen Makler – die Maklerprovision von 3,57 Prozent Käuferanteil. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das je nach Konstellation rund 25.500 bis 37.710 Euro.
Wie viel Grunderwerbsteuer zahlt man in NRW?
Die Grunderwerbsteuer beträgt in Nordrhein-Westfalen 6,5 Prozent des Kaufpreises – das ist einer der höchsten Sätze in Deutschland. Bei 300.000 Euro Kaufpreis sind das 19.500 Euro. Das Finanzamt stellt den Bescheid nach dem Notartermin; erst nach Zahlung erteilt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die keine Eigentumsumschreibung im Grundbuch erfolgt.
Was kosten Notar und Grundbuch beim Hauskauf?
Notar- und Grundbuchkosten liegen zusammen bei etwa 1,5 bis 2,5 Prozent des Kaufpreises. Die Gebühren sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt und damit nicht verhandelbar – jeder Notar rechnet gleich ab. Enthalten sind die Beurkundung des Kaufvertrags, die Abwicklung sowie die Eintragung von Eigentum und Grundschuld im Grundbuch.
Wer zahlt die Maklerprovision in NRW?
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt bundesweit das Bestellerprinzip für Wohnimmobilien: Käufer und Verkäufer teilen sich die Maklerprovision hälftig. In Nordrhein-Westfalen sind insgesamt 7,14 Prozent inklusive Umsatzsteuer üblich, der Käuferanteil beträgt damit 3,57 Prozent. Beim Kauf ohne Makler – etwa direkt vom Eigentümer – entfällt dieser Posten vollständig.
Kann man die Kaufnebenkosten mitfinanzieren?
Grundsätzlich ja, aber die meisten Banken erwarten, dass die Nebenkosten aus Eigenkapital bezahlt werden. Der Grund: Die Nebenkosten erhöhen den Wert der Immobilie nicht und sind für die Bank im Verwertungsfall verloren. Wird zusätzlich der Kaufpreis voll finanziert, spricht man von einer 110-Prozent-Finanzierung – die ist möglich, setzt aber sehr gute Bonität voraus und wird mit einem spürbaren Zinsaufschlag bezahlt.
Wie viel Eigenkapital brauche ich zusätzlich zum Kaufpreis?
Als Faustregel sollten Sie die Kaufnebenkosten vollständig aus Eigenkapital bestreiten können, also rund 8,5 bis 12,57 Prozent des Kaufpreises. Empfehlenswert ist darüber hinaus ein Puffer für Umzug, erste Reparaturen und Renovierung. Wer zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital einbringt, bekommt in aller Regel deutlich bessere Konditionen.