Verkaufen · Vorbereitung
Unterlagen für den Verkauf: welche Dokumente Sie brauchen
Das Wichtigste in Kürze
Für den Verkauf brauchen Sie u. a. Grundbuchauszug, Flurkarte, Wohnflächenberechnung, Grundrisse und Energieausweis – bei Eigentumswohnungen zusätzlich Teilungserklärung, Protokolle und Hausgeldabrechnungen. Fehlende Dokumente beschaffen wir für Sie.
Vollständige Unterlagen sind beim Verkauf bares Geld wert: Sie beschleunigen die Finanzierungszusage der Käufer, verhindern Preisverhandlungen aus Unsicherheit und machen den Notartermin planbar. Umgekehrt ist kaum etwas so vermarktungsschädlich wie ein Käufer, dessen Bank auf fehlende Dokumente wartet.
Die folgende Übersicht zeigt Dokument für Dokument, was Sie brauchen – und Sie müssen nicht alles selbst zusammensuchen: Grundbuchauszug, Flurkarte und fehlende Grundrisse beschaffen bzw. erstellen wir im Rahmen der Vermarktung für Sie.
Für jedes Objekt
Den größten Teil bekommen Sie bei zwei Stellen: den Grundbuchauszug beim Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts, Flurkarte und Lageplan beim Katasteramt. Beides kostet wenige Euro, dauert aber je nach Amt einige Tage bis Wochen – deshalb gehört die Beschaffung an den Anfang, nicht ans Ende. Wohnflächenberechnung und Grundrisse liegen oft in der Bauakte; fehlen sie, lassen sie sich neu erstellen.
- Aktueller Grundbuchauszug (erhältlich beim Grundbuchamt; wir besorgen ihn für Sie)
- Flurkarte / Lageplan
- Wohnflächenberechnung
- Grundrisse (fehlende Grundrisse erstellen wir neu – wichtig fürs Exposé)
- Energieausweis (Pflicht – siehe unsere Energieausweis-Seite)
- Baubeschreibung bzw. Bauakte, sofern vorhanden
- Behördliche Auskünfte – holen wir für Sie ein: Bauakte, Altlasten- und Baulastenverzeichnis, offene Erschließungskosten
- Nachweise über Modernisierungen (Heizung, Dach, Fenster, Bad …)
- Aufstellung der Nebenkosten (Grundbesitzabgaben, Versicherungen)
Zusätzlich bei Eigentumswohnungen
Diese Unterlagen kommen von der Hausverwaltung, nicht vom Amt – fragen Sie früh an. Käufer und deren Banken sehen besonders genau auf die Protokolle: Dort stehen beschlossene Sanierungen, Rechtsstreitigkeiten und der tatsächliche Zustand der Gemeinschaft. Eine beschlossene, aber noch nicht bezahlte Maßnahme beeinflusst den Preis und gehört offen auf den Tisch.
- Teilungserklärung mit Aufteilungsplan
- Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen (üblich: 3 Jahre)
- Hausgeldabrechnungen und Wirtschaftsplan
- Stand der Instandhaltungsrücklage und ggf. beschlossene Maßnahmen
Zusätzlich bei vermieteten Objekten
Hier entscheidet die Dokumentation über den Preis: Käufer kalkulieren mit der tatsächlichen Miete, nicht mit der erhofften. Mietverträge, die letzte Nebenkostenabrechnung und eine saubere Kautionsübersicht gehören deshalb vollständig dazu – fehlen sie, rechnen Interessenten vorsichtig und bieten entsprechend weniger.
- Mietverträge und aktuelle Mietaufstellung
- Nebenkostenabrechnungen der Mieter
- Übersicht über Kautionen
Unterlagen abhaken statt nachlesen
Diese Seite erklärt, welches Dokument wofür gebraucht wird. Wenn Sie den Verkauf stattdessen Schritt für Schritt abarbeiten möchten – von der Bewertung über die Unterlagen bis zur Übergabe –, nutzen Sie unsere interaktive Checkliste: Sie merkt sich Ihren Stand und lässt sich ausdrucken.
Wenn Unterlagen fehlen – was dann?
Fehlende Dokumente sind der Normalfall, kein Hinderungsgrund. Entscheidend ist, dass die Lücken früh auffallen und nicht erst, wenn ein Käufer entschlossen ist und seine Bank wartet. Drei Fälle begegnen uns regelmäßig:
- Grundrisse fehlen oder stimmen nicht mehr mit dem Gebäude überein – sie lassen sich neu erstellen, das gehört bei uns zur Vermarktung
- Die Bauakte ist unvollständig – Einsicht beim Bauordnungsamt klärt, was genehmigt ist; wichtig bei Anbauten, Dachausbau und Wintergärten
- Modernisierungen sind nicht belegt – Handwerkerrechnungen und Fotos helfen auch Jahre später, denn was nicht nachweisbar ist, zahlt der Käufer nicht mit
Was die Bank des Käufers zusätzlich sehen will
Ein Teil Ihrer Verkaufsunterlagen wandert direkt weiter zur Bank des Käufers – sie prüft damit das Objekt als Sicherheit. Je vollständiger Sie liefern, desto schneller steht dessen Finanzierung und desto sicherer ist Ihr Verkauf. Zu den wichtigsten Dokumenten haben wir einzeln aufgeschrieben, was dahintersteckt und wo Sie es bekommen:
Häufige Fragen
Häufige Fragen: Unterlagen für den Verkauf: welche Dokumente Sie brauchen
Woher bekomme ich einen aktuellen Grundbuchauszug?
Beim Grundbuchamt des Amtsgerichts (gegen geringe Gebühr) oder über einen Notar. Für unsere Verkäufer übernehmen wir die Beschaffung – Banken der Käufer verlangen in der Regel einen aktuellen Auszug.
Was mache ich, wenn Grundrisse fehlen oder veraltet sind?
Kein Problem: Wir lassen im Rahmen der Vermarktung neue, ansprechende Grundrisse erstellen. Gute Grundrisse gehören zu den meistgeklickten Exposé-Inhalten und beeinflussen die Anfragequalität deutlich.
Warum sind vollständige Unterlagen so wichtig für den Preis?
Käufer und deren Banken bewerten Unsicherheit mit Abschlägen. Wer Modernisierungen, Wohnfläche und Rechtslage sauber belegt, verhandelt aus einer stärkeren Position und verkürzt die Zeit bis zur Finanzierungszusage.
Welche Unterlagen braucht der Käufer für seine Finanzierung?
Im Wesentlichen dieselben Objektunterlagen – Exposé, Grundbuchauszug, Wohnflächenberechnung, Grundrisse, Energieausweis. Da unsere Finanzierungsabteilung die Käuferseite begleiten kann, sind die Unterlagen bei uns von Anfang an bankfertig aufbereitet.
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